Wie oft Katze füttern?

Es ist immer aufregend, ein Kätzchen oder eine ausgewachsene Katze zu adoptieren und das erste Mal mit nach Hause zu bringen. Manchmal kann die Sorge zum Thema Fütterung ein wenig überwältigend sein. Bevor wir uns der Frage „Wie oft Katze füttern?“ widmen, lassen uns zunächst einen Blick auf die Ernährung von Katze in freier Wildbahn werfen.

Katzen gehören zu der Familie der Raubtiere. Wenn sie in der freien Natur leben, verbringen sie einen Großteil ihres Tages damit, Vögel oder Mäuse zu jagen. Abhängig von ihrem Jagdglück, können sie innerhalb von 24 Stunden 10- bis 20-mal fressen – aber immer in kleinen Mengen. Das liegt daran, dass der Magen einer Katze klein ist (ca. 2 cm Durchmesser) und die Jagt eher instinktiv statt durch Hunger angetrieben ist. Daher sieht man bei Freigänger-Katzen oft, dass sie Feldmäuse zwar fangen, aber sie nicht essen, sondern lediglich mit ihnen spielen.

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Um dieses natürliche Ernährung nachgebildet, ist es empfehlenswert, die tägliche Futtermenge für Katzen in mehrere kleinen Portionen zu teilen. Allgemein ist es sinnvoll, dass Katzen mind. 4-mal pro 24 Stunden etwas zu fressen zu erhalten. Bei Kätzchen oder Seniorkatzen sogar 5-mal. Es gilt: je öfter desto besser, da der Verdauungsapparat der Katze ursprünglich auf ca. 10 – 20 Mahlzeiten pro Tag ausgelegt ist.

Das heißt aber nicht, dass wir alle paar Stunden zum Futternapf rennen müssen. um der Katze eine Mahlzeit zu servieren. Der Fütterungsplan soll unserer Meinung nach auch an Deine täglichen Routine passen. Ferner gibt es Katzen, die ein gutes Sättigungsgefühl haben und nur so viel fressen, wie sie wirklich brauchen. Bei solchen Katzen kann man das sogenannte Ad Libitum Füttern ausprobieren. Was bedeutet eine Ad Libitum Fütterung?

Ad Libitum Fütterung

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Ad Libitum heißt auf lateinisch „nach Belieben“. In diesem Fall ist der Futternapf stets gefüllt. Die Katze hat immer freien Zugang zum Futter und kann sich jederzeit am Futter bedienen und soviel fressen wie sie möchte. In diesem Fall ist die Frage, wie oft man seine Katze füttern soll, selbsterklärend.

Leider können nicht alle Katzen bei einer Ad libitum Fütterung schlank bleiben, insbesondere kastrierte Wohnungskatzen. Aufgrund der Kastration haben sie kein Interesse mehr an einer Paarung, aber dafür umso mehr Appetit. Aus Langeweile laufen sie öfter zum Futternapf und sehen das Fressen als Beschäftigung an. Das hat Übergewicht zur Folge und könnte schlussendlich zu einer reduzierten Lebenserwartung führen.

Ein weiterer Nachteil bei Ad Libitum Füttern ist, dass diese Art von Fütterung nur für Trockenfutter geeignet ist. Nassfutter vergammelt schnell im Fressnapf und kann daher nach kurzer Zeit schon nicht mehr gefressen werden. 

Portionierte Fütterung

Wenn Du merkst, dass Deine Mieze bei Ad Libitum Fütterung langsam zum Übergewichtig tendiert, solltest Du unbedingt auf die täglichen Futtermenge achten und nur so viel geben wie das Tier tatsächlich braucht. (Hier erfährst Du wie man die tägliche Futtermenge für Katzen ermitteln kann.)

Für Berufstätige ist ein Futterautomat mit Zeitschaltuhr hilfreich, um die Tagesration in kleinere Portionen zu unterteilen. Gerade für Katzen, die den ganzen Tag allein sind, stellt jeder Zeitpunkt der Futterausgabe einen abwechslungsreichen Höhepunkt im Tagesablauf dar. Zusätzlich fördert ein Futterautomat auch den Spieltrieb der Katze.

Bei einem Mehrkatzenhaushalt ist eine portionierte Fütterung nach festen Mahlzeiten umso wichtiger. Denn Futterneid ist das häufigste Problem, wenn mehreren Katzen unter einem Dach leben. Schaffe für jede Katze einen eigenen Futternapf. Die Futterstellen sollten, wenn möglich, weit voneinander entfernt sein. Füttere die Katzen immer gleichzeitig, die Menge, die jede dabei bekommt, kann je nach Gewicht und Alter unterschiedlich sein. Aber das gleichzeitige und getrennte Füttern ist eine Grundvoraussetzung, dass jede Katze in Ruhe ihre Portion genießen kann. Außerdem hat man als Katzenhalter einen besseren Überblick, wer wie viel gefressen hat. Auch hier stellt sich die Frage, wie oft man seine Katze am Tag füttern soll. Unser Futterautomat kann bis zu 4-mal am Tag Futter für Katze spenden. 

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Kombinierte Fütterung

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Bei der sogenannten kombinierten Fütterung wird täglich mindestens einmal eine Portion Nassfutter gefüttert, während Trockenfutter frei verfügbar sind.

Die kombinierte Fütterung ermöglicht es Deiner Katze, mehrere kleine Mahlzeiten an Trockenfutter pro Tag zu fressen. Du kannst den Appetit zumindest teilweise kontrollieren, wenn Du ihr Nassfutter als spezielle Mahlzeit zu einer bestimmten Tageszeit fütterst (z. B. wenn Du nach der Feierabend nach Hause kommst). Außerdem erhalten Katzen so die ernährungsphysiologischen Vorteile von Nass- und Trockenfutter.

Der Nachteil der kombinierten Fütterung ist auch offensichtlich. Wie die freie Ad Libitum Fütterung kann sie oft zu Übergewicht und Fettleibigkeit führen. Daher ist es wichtig, das Futter abzumessen und den Napf erst am nächsten Tag wieder aufzufüllen. Wenn Du mehrere Katzen hast, kann es schwierig sein, die gesamte Futteraufnahme jeder einzelnen Katze zu überwachen.

Zwei Sonderfälle

Die drei oben genannten Fütterungsmethoden gelten für ausgewachsene Katzen. Katzen im ersten Lebensjahr, trächtige und säugende Katzen befinden sich in einer besonderen Lebensphase und müssen anders behandelt werden. 

Laut VCA-Hospital ist Ad Libitum Fütterung bei Kitten nicht zu  empfehlen. Es gibt zwar selten übergewichtige Kätzchen, da sie für das Wachstum, Spielen und Herumtoben sehr viel Energie benötigen. Aber Ad Libitum Fütterung kann leicht zu Fettleibigkeit im Erwachsenenalter führen. Katzen haben einen genetisch festgelegten „Sollwert“ für ihre Erwachsenengröße. Langsameres, kontrolliertes Wachstum bei Jungtieren optimiert die Körperkondition im Erwachsenenalter und reduziert das Risiko, später übergewichtig zu sein.

Katzen sind Gewohnheitstiere. Daher empfiehlt es sich, so früh wie möglich eine Fütterungsroutine einzuführen, die sowohl dem Bedarf Deines Kittens entspricht als auch zu Deinem täglichen Ablauf passt. Wenn der tägliche Fütterungsplan schwer zu realisieren ist, kannst Du einen Smarten Futterautomaten ausprobieren. Damit können Sie die Fütterungszeiten, die Häufigkeit der Fütterung (bis zu 20 Fütterungen pro Tag) und die Futtermengen (bis zu 12 Portionen) individuell bestimmten und kontrollieren. 

Trächtige und säugende Katzen haben einen erhöhten Kalorienbedarf. Zum Ende der Trächtigkeit wird eine Katze etwa 40 – 50 % mehr wiegen als vor der Trächtigkeit. Mehr als die Hälfte der Gewichtszunahme dient als Reserve für die Säugezeit. Während der Trächtigkeit und solange die Katzenmutter ihren Nachwuchs stillt, sollte ihr Napf am besten stets mit energiereichem und hochwertigem Futter gefüllt sein.

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Wie oft Katze füttern bei Freigängern?

Unsere Haustierkamera hat in der Nacht einen Schnappschuss gemacht, wie unser einäugiger Kater mit einer Maus im Mund durch den Flur stolziert.

„Ich habe eine Türklappe und mein Kater geht jeden Tag nach draußen, wie oft, wann soll ich ihn denn füttern?“ Ja, das Fressverhalten einer Freigänger-Katze ist in der Tat schwieriger zu kontrollieren als bei reinen Wohnungskatzen. Denn während ihres Freigangs kann eine Katze mehrere Mäuse jagen oder eben gemütlich beim Nachbar auf der Terrasse schlafen. Wie ein Freigänger seine Jagdbeute behandelt, ist auch sehr unterschiedlich. Manche verspeisen ihn, bei anderen war es nur die Lust am Jagen und die Mäuse werden nach Hause gebracht.

Wir haben selbst einen Freigänger-Kater und finden es daher umso wichtiger, dass er zu geregelten Zeiten mit leckerem Essen gefüttert werden soll. Katzen haben eine gute innere Uhr und werden schnell an die feste Fressenszeit gewöhnt. Mit einem festgelegten Mahlzeitplan steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Katze immer wieder nach Hause zurückkehrt und nur bei Dir frisst. Wenn der Napf einmal nicht leergefressen wird, ist das auch nicht weiter schlimm. Einfach das Futter stehen lassen und zur nächsten Mahlzeit mit frischem Futter nachfüllen.

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